Abstract: Wenn in Goethes Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre die Mobilität noch als eines der wichtigsten Lebensprinzipien der modernen Menschen gepriesen wird, so ist sie heute, im Prozess der Globalisierung, bereits ein allgemeines Phänomen geworden. Diejenigen, die aus welchem Grund auch immer, auswandern, bringen jedoch immer ein Stück des kulturellen Erbes aus ihrem Heimatland mit. Die Analyse des Romans Kleine Sampan versucht zu zeigen, welche Bedeutung die literarische Erinnerung zur Verlebendigung des kulturellen Erbes spielt: Indem sich die Autorin an ihr Leben in der Kindheit und Jugendzeit literarisch erinnert, indem sie ihr Heimweh, ihre Sehnsucht nach dem Heimatland mit seinen traditionsreichen Sitten und Gebräuchen, aber auch ihre Liebe zu der Muttersprache versprachlicht, macht sie den Verlust zum Gewinn und vor allem zu einer Möglichkeit, an dem kulturellen Gedächtnis der Kultur des Heimatlandes teilzuhaben. ; Mobility, praised as a normative principle of modern man in Goethe’s classic novel Wilhelm Meisters Wanderjahre, has meanwhile become a general phenomenon in our age of globalization. However, those who, for whatever reason, migrate abroad, always bring with them a piece of their cultural heritage. This study of Zhou Zheng’s novel Kleine Sampan aims to highlight the role of literary memory in bringing cultural heritage to life. The author remembers her childhood and youth by means of literature, she expresses in words her longing for her home country with its rich tradition of customs and conventions, but also her love for her mother tongue. In this way, she turns loss into gain, into an opportunity to participate in the culture of her homecountry.
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